Das „Handle with Care“-Magazin ermöglicht internationalen Austausch in Zeiten der Corona-Pandemie. Zwölf Kulturschaffende aus elf Ländern haben Essays über Europa nach Hildesheim gesandt.

Handle with Care

Das „Handle with Care“-Magazin ermöglicht internationalen Austausch in Zeiten der Corona-Pandemie. Zwölf Kulturschaffende aus elf Ländern haben Essays über Europa nach Hildesheim gesandt.

Die Release-Lesung des „Handle with Care“-Magazins findet am Samstag, 29. Mai um 20 Uhr im Rahmen des Transeuropa-Festivals statt. Der Eintritt ist frei. Die Links zu den Livestreams werden zeitnah unter transeuropa-festival.de/2021/handlewithcare und auf dieser Website bekannt gegeben.

Zwei Versandkisten verbinden zwölf internationale Kulturschaffende: Unser Projekt „Handle with Care“ macht in einem Magazin diverse Sichtweisen auf die Europäische Union sichtbar. Wie unterscheiden sich die Perspektiven von Kulturschaffenden aus Bad Ischl im Salzkammergut bis Kigali, Ruanda?

Die Antwort steckt in den beiden Versandkisten, aus leichtem Pappelholz geleimt und per Lasergravur veredelt, die im Herbst 2020 von einem Projektpartner zum nächsten weitergesandt wurden. Sie erreichten Kulturschaffende innerhalb und außerhalb der Europäischen Union, die einen Alltagsgegenstand hineinlegten und dazu einen Essay verfassten. Am Samstag, 29. Mai, um 20 Uhr wird das „Handle with Care“-Magazin in einer Online-Release-Lesung auf dem Transeuropa-Festival präsentiert.

„Wir haben uns gefragt, worin das vereinte Europa für Kulturschaffende greifbar wird“, erklärt Vanessa Selma Özdemir, die an der Universität Hildesheim Kulturvermittlung studiert und „Handle with Care“ koordiniert hat. „Welche Assoziationen weckt die Europäische Union bei Kulturschaffenden? Und wie unterscheiden sich die Wahrnehmungen – je nachdem, ob die EU von innen oder von außen betrachtet wird.“

Besonders eindrücklich spiegelten diesen Gegensatz die Leerstellen im Magazin, erklärt Gestalterin Anna-Lena Schotge. „Aufgrund der Corona-Pandemie konnten wir das Paket nicht an die Kulturschaffenden in Ruanda und Uganda senden. Deshalb bleiben einige Seiten weiß.“

Lene Wagner, Co-Leitung der Bewerbung, verweist auf die Nachhaltigkeit des Projekts: „Dank ‚Handle with Care‘ haben wir in Zeiten, in denen Reisen unmöglich waren, viele interessante Künstlerinnen und Künstler kennengelernt und Kontakte in und außerhalb Europas geknüpft. Das Magazin ist somit eine bleibende Erinnerung an den künstlerischen Austausch in der Bewerbungsphase und wichtig für die internationale Zusammenarbeit im Rahmen zukünftiger Projekte.“

„Viele der Kulturschaffenden haben in ihren Essays deutlich gemacht, dass wir uns aktiv in Diskurse einbringen und Europa mitgestalten können“, sagt Max Balzer, der „Handle with Care“ für das Projektbüro Hildesheim 2025 angestoßen und geleitet hat. „Dazu gehört auch, genau hinzuschauen, etwa auf politische Unruhen und die humanitäre Krise an Europas Grenzen.“

Bei der Release-Lesung werden vier internationale Kulturschaffende mit Thomas Harling, Co-Leitung der Bewerbung, ins Gespräch kommen. Die Veranstaltung wird via Zoom aus der Rasselmania Halle live gestreamt. Digital zugeschaltet werden: Anne Kirya, Journalistin und Aktivistin aus Kampala, Uganda; Alexander Manuiloff, Autor und Gründer von Radar Sofia, Bulgarien; Lisa Krusche, Schriftstellerin und Journalistin aus Braunschweig sowie Jaroslav Ira, Historiker an der Charles Universität Prag, Tschechien, spezialisiert auf vergleichende europäische Geschichte.

Das Magazin kann für 8€ erworben werden (solange der Vorrat reicht).
Kontakt: handlewithcare@hildesheim2025.eu

Das Projekt „Handle with Care“ wurde gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

weitere Informationen auf unserer Actionseite „Handle with Care“.

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Die Versandkisten wurden von internationalen Kulturschaffenden weitergesandt. Etwa vom Dramatiker Uglješa Šajtinac in Novi Sad, Serbien, Kulturhauptstadt Europas 2021 … Foto: Novi Sad 2021 

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… zur jungen Autorin Hana Bujanović Kokot in Kranj, Slowenien. Foto: Hana Bujanović Kokot 

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